Gemeinsam handlungsfähig in Krisenzeiten: Staat, Gesellschaft und die Rolle jedes Einzelnen
Was passiert, wenn eine Krise nicht nur den Strom betrifft? Wenn Drohnen den Flugverkehr beeinträchtigen, Bahnstrecken sabotiert werden, Cyberangriffe Verwaltungen treffen und Falschmeldungen Verunsicherung schüren? All das hat es in Deutschland bereits gegeben. Wie gut sind wir als Gesellschaft darauf vorbereitet?
Im Vortrag geht es um die Rolle, die jede und jeder Einzelne in einer Krise übernehmen kann. Was kann ich beitragen – mit meinen Fähigkeiten, meinem Wissen und dem, was mir zur Verfügung steht?
Staat, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste tragen in einer Krise die Verantwortung. Wie gut eine Krise bewältigt werden kann, hängt aber auch von der Gesellschaft selbst ab. Menschen, die einander kennen, Vereine mit gewachsenen Netzwerken, Organisationen, Unternehmen und engagierte Nachbarschaften können im Ernstfall viel bewirken.
Litauen setzt mit dem Konzept der Gesamtverteidigung seit Jahren auf die Einbindung der gesamten Gesellschaft. Dabei geht es nicht darum, dass der Staat Verantwortung abgibt. Ein Staat kann vielmehr handlungsfähiger sein, wenn Menschen ihn unterstützen und ergänzen.
Die Litauische Weltgemeinschaft hat dafür eine eigene Strategie und einen Aktionsplan zur Stärkung der Resilienz und zur Einbindung der Diaspora in die Gesamtverteidigung entwickelt. Was heißt das für Schwabach? Welche Rolle können Vereine, Initiativen, Unternehmen, Nachbarschaften und Gemeinschaften unterschiedlicher Herkunft hier übernehmen? Und wie können bestehende Netzwerke im Krisenfall zusammenwirken?
Seit 2022 beschäftigt sich Irma Petraitytė-Lukšienė intensiv mit ziviler Resilienz und Gesamtverteidigung. Als Vorsitzende der Kommission für zivile Resilienz bei der Litauischen Weltgemeinschaft bringt sie Erfahrungen aus Litauen und der litauischen Diaspora in die Diskussion ein.
- Vortrag von Irma Petraitytė-Lukšienė
- Am 22. Oktober 2026
- Um 19 Uhr
- Bei uns im Haus der Begegnungen, Auf der Aich 1-3, Schwabach
Der Abend lädt dazu ein, das litauische Beispiel kennenzulernen und die eigenen Möglichkeiten vor Ort mit neuen Augen zu betrachten. Im Anschluss an den Vortrag ist Zeit für Fragen und Gespräch.
Irma Petraitytė-Lukšienė

